Rolli-Kids erhielten „Sterne des Sports“

Oberberg - Gestern fand die Preisverleihung der „Sterne des Sports“ in Bronze statt - Projekt „Rolli-Kids – Sport mit/trotz Handicap“ des TV Kleinwiedenest vertritt Oberberg auf Landesebene.

Wiehl, 08.09.15


„Heute ist ein besonderer Tag für die Sportvereine aus unserer Region und den Kreisportbund, aber auch für die Volksbank Wipperfürth-Lindlar und unser Haus, die Volksbank Oberberg“, begrüßte der Vorstandsvorsitzende Ingo Stockhausen die geladenen Gäste im Forum der Wiehler Volksbank zur Preisverleihung der „Sterne des Sports“ in Bronze. Bereits zum dritten Mal wurde die tagtägliche Vereinsarbeit in gemeinnützigen, lokalen Sportangeboten zum Wohl jedes einzelnen Vereinsmitglieds ausgezeichnet.

Dieses Mal hatten sich zehn Vereine beworben und die Jury sichtete das Dokumentations-material alle Bewerber intensiv, ehe sie zu einem einstimmigen Ergebnis kamen. Drei Vereine aus dem Oberbergischen Kreis wurden für den Verdienst einer außerordentlichen Vereinsarbeit und dem herausragenden Einsatz in einem gemeinschaftlichen Projekt mit den „Sternen des Sports“ in Bronze ausgezeichnet.

Der erste Platz ging an den TV Kleinwiedenest und sein Projekt „Rolli-Kids – Sport mit/trotz Handicap“. Bereits bei der Einrichtung dieser Gruppe hatte der TVKW die Absicht, dass der gemeinsame Sport für Menschen mit und ohne Behinderung als selbstverständlich angesehen werde. „Bereits seit zehn Jahren – damals sprach noch niemand von Inklusion – üben Kinder und Erwachsene mit und ohne Handicap gemeinsam Sport aus“, lobte Ingo Stockhausen das einmalige Projekt. Neben der Auszeichnung erhielt der Verein auch einen Scheck in Höhe von 1.500 € und darf den Oberbergischen Kreis auf Landesebene vertreten. „Das Geld können wir gut für neue Rollstühle gebrauchen“, freute sich Übungsleiterin Heike Jaeger.

Auf Platz zwei schafften es die Vereine TV Hülsenbusch, VfL Berghausen-Gimborn und TV Gelpetal für ihre weitsichtige Entscheidung, im Zeichen des demografischen Wandels eine Kooperation herbeizuführen. „Der Verein hat früh erkannt, dass Konkurrenz- und Kirchtumdenken für eine verantwortliche, engagierte, moderne und zukunftsorientierte Vereins- und Vorstandsarbeit nicht mehr zeitgemäß ist“, zitierte Stockhausen in seiner Laudatio aus der Kooperationsvereinbarung. Den dritten Rang sicherte sich der Sport- und Förderverein des Freibads Bergneustadt, der in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion das Freibad Bergneustadt vor der Schließung retten konnte. Die Vereine erhielten 500 € beziehungsweise 1.000 €.

(Von Nils Hühn, Oberberg Aktuell)