Luise Theill - 70 Jahre Scherenschnitt

Kunstausstellung in der Geschäftsstelle Dieringhausen

Wiehl, 17.09.2015

Vom 17. September bis zum 29 Oktober ist die Ausstellung mit Scherenschnitten aus 70 Jahren, von Luise Theill, während der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Dieringhausen zu sehen.

1945 waren für die gerne zeichnende Luise Theill Stifte und Zeichenpapier knapp und so kam es, dass Ihre Tante sie auf den Scherenschnitt aufmerksam machte. „Papier zum Ausschneiden und eine Schere gibt es in jedem Haushalt“, erklärte die Tante. Die 12 jährige Luise Theill beherzigte den Rat und die Faszination blieb bis heute bestehen.

Der damals entstandene erste Scherenschnitt „eine Mischung aus Selbstporträt und Gänseliesel“ ist auch in der Ausstellung zu sehen. Insgesamt sind es 50 Scherenschnitte aus 70 Jahren die in der Geschäftsstelle ausgestellt sind. Da sich Luise Theill alles autodidaktisch beigebracht und auch „immer alles selbst entworfen und vorgezeichnet“  hat, macht sie das in ihrer Kunst ganz frei.

Anfangs war ihre Mutter nicht sehr angetan von ihrer Leidenschaft, da Kunst eher als vertane Zeit galt. Anfang der 1950er Jahre sicherte die Kunst ihrer Familie aber den Lebensunterhalt, nachdem ein Remscheider Galerist erste Blätter erwarb. Die zahlreichen Aufträge stellten sie immer wieder vor Herausforderungen. Der christliche Hintergrund und die ihr am Herzen liegende Natur dienten ihr immer wieder als Motivik und so hat sie auch 60 Jahre alte Vorlagen wieder hervorgeholt um Grußkarten mit Blumen und Pflanzen zu gestalten, die die Besucher der Ausstellung kaufen können.