Jung und Alt Gemeinsam in die Zukunft

Quelle: Oberberg-Aktuell

Der Aktivkreis 50+ der Volksbank Oberberg will einen generationsübergreifenden Dialog fördern. – Patenschaften mit älteren Menschen sollen Ründerother Schüler beim Lernen unterstützen.

[Opernbesuch "Hänsel und Gretel" hinter der Bühne.]

"Für mich war es immer das Größte, wenn ich mit meinem Opa losziehen konnte. Leider fehlt den Kindern heute oft dieser Aspekt. Das ist ein Defizit", so der Schulleiter der Ründerother Hauptschule, Hans Willi Schlimbach. Mit dem Projekt „Jung und Alt – gemeinsam in die Zukunft“ des Aktivkreises 50+ der Volksbank Oberberg soll sich das nun in Engelskirchen ändern und ein generationsübergreifender Dialog gefördert werden.

Die Fünftklässler der Hauptschule Ründeroth erhalten so die Möglichkeit, mit älteren Menschen eine Patenschaft zu gründen. Diese können dann die Schüler beispielsweise bei Hausaufgaben unterstützen oder als Helfer bei Sportveranstaltungen der Schule oder Ausflügen fungieren. Denkbar sind verschiedene AGs wie Kochen, Natur erforschen, Tanzen, Handarbeit, Basteln und Backen je nach „Fachgebiet“ des Paten. „Vielleicht wird nach einiger Zeit auch der umgekehrte Weg eingeschlagen, sodass die jungen Menschen den älteren helfen“, sagt Bürgermeister Dr. Gero Karthaus.

Tatsächlich seien in den seit Sommer 2008 bestehenden Aktivkreisen in Oberberg unterschiedliche Projekte erfolgreich angelaufen, wie Jörn Richling, Teilmarktleiter der Volksbank in Engelskirchen, bei der heutigen Vorstellung von „Jung und Alt – gemeinsam in die Zukunft“ berichtete. So engagierten sich die Waldbröler für „Kein Kind ohne Schulranzen“, die Kollegen aus Gummersbach sammelten Geld unter dem Motto „Kein Kind ohne Mittagessen“ und in Morsbach zeigten die Schüler den Älteren den Umgang mit Computern.

Auch in Engelskirchen sind aus dieser Initiative schon verschiedene Aktivitäten entstanden. Unter anderem beteiligten sich die Hauptschüler schon mehrfach gemeinsam mit dem Verschönerungsverein an den Reinigungsaktionen in Ründeroth und viermal im Jahr besuchen sie mit Senioren aus Engelskirchen Opern- oder Schauspielaufführungen in Köln. „Die mit dem demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen müssen wir alle gemeinsam schultern. Wir sehen uns hierbei als Vermittler und stellen den Kontakt zwischen den Älteren und Jüngeren her“, erklärte Richling.

Bei der Entwicklung der Ideen im Planungskreis wirkten auch Schüler der zehnten Klasse mit. „Heutzutage sind die Eltern meist beide berufstätig und haben nicht die Zeit, um ihren Kindern alles zu vermitteln“, meint Schülerin Sabrina Lange. Sie hätte sich über solch eine Unterstützung in der fünften Klasse gefreut. Doch nicht nur die Hilfe steht im Vordergrund. Der Kontakt zwischen Jung und Alt fördert zusätzlich noch Verständnis füreinander. 

Jeder, der Zeit hat und gerne mit Jugendlichen umgeht oder dabei mithelfen möchte, dass junge Menschen einen guten Start ins Leben bekommen, kann sich bei den Engelskirchener Standortlotsen für freiwilliges Engagement ab kommendem Montag unter Tel.: 02263/8 31 81 oder per Email an: engelskirchen@gemeinsam-in-Oberberg.de melden. Ab sofort erhalten Interessierte auch Informationen bei der Volksbank Oberberg (Edmund-Schiefeling-Platz 9) in Engelskirchen unter Tel.: 02263/9 22 40 oder per Email an: engelskirchen@volksbank-oberberg.de