„Jedermann braucht jemanden, irgendwann“

Von Jennifer Durau

Die heutige Spende an den ambulanten Hospizdienst war nicht die Erste der Initiative 50+, denn schon dem Schulleiter der Gesamtschule Derschlag konnte sie einen Scheck für das Projekt „Kein Kind ohne Mahlzeit“ überreichen. „Die Bürgerinitiative 50+ hat sich im Mai 2008 etabliert und fokussiert soziale Ziele. Es war für uns wichtig Menschen zu mobilisieren, die nicht nur mit einer Spende helfen wollen, sondern auch in sozialen Bereichen mitwirken“, teilte Henning Zöller, Niederlassungsleiter der Gummersbacher Volksbank und Moderator des Teams, mit. Die Gruppe geht auf ein Engagement der Volksbank Oberberg zurück und veranstaltet eigeninitiativ Spendenaktionen. „Der Antrieb der Gruppe besteht nicht ausschließlich darin sich sozial zu engagieren, sondern vermittelt auch das Gefühl, im Alter etwas Sinnvolles zu tun“, machte Rüdiger Goldmann, aktives Mitglied der Gruppe 50+, begreiflich. Die Mitglieder der Bürgerinitiative konnten diesmal 1.000 € sammeln, die dem ökumenischen Hospizdienst Gummersbach zu Gute kommen.

Seit fast 14 Jahren kümmern sich die Mitglieder des Helferdienstes um die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender in Gummersbach und Bergneustadt. Menschen, die dringend Hilfe benötigen, werden von den Mitarbeitern begleitet. Im Fokus stehen die Betreuung der Schwerstkranken und Sterbenden und die Unterstützung der Angehörigen. Der Betroffene soll so lang wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen können, dafür ist die Unterstützung der Angehörigen essentiell. Aus diesem Grund stehen die Mitarbeiter des Hilfedienstes den Familien als Ansprechpartner und als Unterstützung zur Seite. „Es ist wichtig, dass die Angehörigen auch etwas für sich tun können. Wir bieten ihnen eine Auszeit an, in der sich die Angehörigen ganz auf sich selbst konzentrieren und eventuellen Freizeitaktivitäten nachgehen können“, so Marion Scharf, Koordinatorin des Hospizdienstes.