Richtig vorgesorgt?

Auf Initiative des Arbeitskreises „Aktiv 50 +“ des Niederlassungsbereichs Gummersbach der Volksbank Oberberg fand kürzlich in der Theodor-Heuss-Akademie der Themenabend Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung statt.

„Vorsorge ist für jeden wichtig, für jedes Alter und in jeder Lebenslage“ betonte die Referentin, Frau Notarin Dr. Nikola Halding-Hoppenheit Niemand hat automatisch einen Vertreter im Verhinderungsfall. Immer noch haben viel zu wenige Menschen Regelungen für weniger gute Zeiten getroffen. Nämlich für den Fall, dass sie infolge einer schweren Krankheit, eines Unfalls oder durch Nachlassen der geistigen oder auch körperlichen Kräfte ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können. Viele verdrängen diese Frage oder verschieben sie auf „später“. Dabei kann es für dieses „später“ zu spät sein.

Niemand ist davor sicher, eine Person zu benötigen, die für ihn spricht. Schicksale, die den Lebensweg kreuzen, wie Unfall oder Krankheit, erfordern in der Regel kurzfristig Lösungen zur Vertretung der Betroffenen. Liegt keine Regelung vor, wird das Betreuungsgericht im Bedarfsfall einen Betreuer oder Betreuerin als gesetzlichen Vertreter bestellen. Falls im Kreis der Angehörigen niemand da ist, können auch familienfremde Personen zum Betreuer bestellt werden.

Frau Dr. Halding-Hoppenheit erläuterte eindringlich Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Wer also eine Vertrauensperson im Angehörigen- oder Bekanntenkreis hat, sollte überlegen, ob er nicht diese Person für den Fall der Fälle bevollmächtigt.

Nach einer lebhaften Diskussion klang die Veranstaltung bei einem leckeren Imbiss und kühlen Getränken aus.